Mario Liebig Facebook ad: “Meine These: Wir nutzen für den Versuch, unser…”

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- Meta Ad Library ID
- 1277572250967604
- Platforms
- Facebook, Instagram and Audience Network
- Relaunches
- 0
- EU reach
- 1,038
Ad text
Meine These: Wir nutzen für den Versuch, unser inneres System zu regulieren, kreisende Gedanken zur vermeintlichen Herstellung von Sicherheit. Was wir in bestimmten Momenten als „zu viel Denken“ erleben, zeigt im Grunde unser aktives Schutzprogramm, das Ungewissheit vermeiden soll. Es bedeutet also nicht, das wir ein Problem auf eine unnötig umständliche oder zeitaufwändige Weise untersuchen. Wir beginnen mit der Wiederholung unserer Gedanken, weil wir keine Lösung finden, die sich sicher genug anfühlt. Also lassen wir die Gedanken kreisen. Nicht, um Klarheit zu erzeugen, sondern um Kontrolle zu simulieren. Diese Art der Simulation entsteht, weil unser Gehirn nicht auf Wahrheit ausgerichtet ist. Wichtiger für unser Gehirn ist Vorhersagbarkeit. Sobald eine Situation für uns emotional relevant wird ( durch mögliche Ablehnung, Verlust oder Fehler ), steigt die Aktivität unserer inneren Bewertungsprozesse. Mit dem Gedankenkreisel versuchen wir dann alle möglichen Szenarien vorwegzunehmen, um Risiken zu minimieren. Wir denken nicht mehr, um etwas zu verstehen. Wir wollen uns absichern. Was steckt dahinter? Unser Verhalten folgt nicht in erster Linie bewussten Entscheidungen, sondern einer unbewussten Absicht. Die Gewährleistung von Sicherheit hat Vorrang. Der Gedankenkreisel in uns ist also kein Fehler, sondern eine funktionale Reaktion. Er erfüllt eine wichtige Aufgabe, die sich allerdings ziemlich belastend anfühlen kann. Im Alltag analysieren wir Gespräche im Nachhinein, hinterfragen unsere Entscheidungen immer wieder oder spielen zukünftige Situationen gedanklich durch. Auffällig finde ich, dass unsere Gedanken selten zu einer klaren Handlung führen. Sie kreisen, aber sie führen nicht zu einer Entscheidung. Das liegt offensichtlich daran, dass ihr Ziel nicht Handlung ist, sondern das Vermeiden eines Risikos. Und das fühlt sich auf Basis eines dysfunktionalen und unbewussten Programms schnell existenziell bedrohlich an. Je stärker unser Bedürfnis nach Kontrolle ist, desto stabiler wird dieser Kreislauf. Jeder neue Gedanke gibt uns kurzfristig das Gefühl, dem Problem näher zu kommen. Gleichzeitig verstärkt er jedoch die Annahme, dass noch keine Sicherheit besteht. So wird unserer inneres System zum eigenen Verstärker, und erhält sich dadurch selbst. Wichtige Unterscheidung: ⎼ Das System ist die Ursache (Schutz, Kontrolle, Sicherheit) ⎼ Der Gedankenkreisel ist die Strategie (Denken als Absicherung) Paradoxe Erkenntnis: Unser Gedankenkreisel entsteht genau dort, wo wir versuchen, durch Denken Kontrolle zu gewinnen – und gerade dadurch Kontrolle verlieren. Dieser Kreislauf entsteht nicht aus einem Mangel an Denken. Er entsteht aus einem Mangel an Vertrauen. Wenn wir Denken zur Beruhigung nutzen, kann es uns nicht effektiv zu mehr zur Klarheit, zum Erkennen unserer Möglichkeiten führen. Wir bleiben im Modus der Absicherung gefangen. Wenn wir die kreisenden Gedanken als Schutzmechanismus erkennen, können wir die Perspektive verschieben. Das Problem ist somit nicht mehr der Gedankenkreisel, sondern seine Funktion. Klarheit beginnt nicht damit, den Kreisel zu stoppen, sondern zu verstehen, wovor er uns schützt. Und genau an diesem Punkt wird unser Denken wieder zu dem, was es ursprünglich war: ein Werkzeug zur Orientierung – nicht zur Selbstberuhigung. 👉 Welche tiefe Überzeugung über dich lässt deine Gedanken kreisen? Vertrau dir. Leb größer. www.marioliebig.com Du bist der Code. #VertrauDir #LebGrößer #DuBistDerCode #klarheitfinden #selbstführung #echtemomente









